Rheda-Wiedenbrück. Im Gedenken an die Reichspogromnacht lädt die Flora Westfalica am Sonntag, 9. November, ein zu einer Sonderführung „Jüdisches Leben in Rheda“. Treffpunkt ist um 14 Uhr am historischen Stadtmodell auf dem Doktorplatz.
Bei ihrem Rundgang geht die Stadtführerin Beate Kremser auch durch die Rhedaer Altstadt, legt dabei aber den Fokus auf das Leben der jüdischen Menschen, die hier gewohnt haben. Rund eine Stunde lang taucht sie mit den Interessierten ein in die Geschichte der Menschen, dessen Leben so grausam endete. Sichtbare Zeichen der traurigen Vergangenheit sind die 45 leuchtenden Stolpersteine, die auf dem Rundgang besucht werden. Aber auch die Häuser erzählen Geschichten. Im Haus in der Kleinen Straße 10 wohnten beispielsweise die beiden Brüder Bertholdt und Max Levy, die als Anstreicher und Glaser vor der NS-Zeit sehr angesehene Bürger waren.
Eine Anmeldung für die öffentliche Sonderführung unter www.flora-westfalica.de (Tourismus->Stadtführungen) ist erforderlich. Es wird ein Kostenbeitrag von 5 Euro pro Person erhoben.
Die Flora Westfalica lädt zu einer eindrucksvollen Spurensuche durch die Rhedaer Altstadt ein.
Foto: Beate Kremser, Stadtführerin bei der Flora Westfalica, bietet am 9. November eine Sonderführung zur jüdischen Geschichte im Stadtteil Rheda an.

